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Was ist Achtsamkeit?

Der Begriff Achtsamkeit ist seit einiger Zeit in aller Munde. Vor allem die Medien berichten immer öfter darüber. Im deutschen Sprachgebrauch ist der Begriff jedoch erklärungsbedürftiger als im Englischen und wird häufig missverstanden. Daher stellen wir Ihnen nachfolgend einige Erläuterungen zusammen. 

Folgende Definition bringt Achtsamkeit auf den Punkt:

„Achtsamkeit ist eine Form von Konzentration, bei der man bewusst 
wahrnimmt was im gegenwärtigen Moment ist, ohne zu urteilen.“


1. Im Jetzt ankommen und achtsam wahrnehmen, was ist
Unser Gehirn und unser Körper "produziert" einen ständigen Strom von Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Körperempfindungen. Diese Phänomene stehen miteinander in einer komplexen Wechselwirkung und verstärken sich zum Teil gegenseitig. Innere und äußere Reize halten diese ständige Bewegung im Kopf zusätzlich in Gang. In der Regel sind wir nicht in der Lage, den Strom des Bewusstseins und der Gedanken willentlich "anzuhalten" und sind ohne Achtsamkeit nicht in der Lage, aus dem als Autopiloten zu bezeichnenden Bewusstseinszustand "auszusteigen".


In der Folge sind wir mit unserem denkenden Verstand stark "identifiziert" und er hält uns so stark beschäftigt, dass wir mit unseren Gedanken meistens in der Zukunft oder in der Vergangenheit sind. Wir sorgen uns z.B. vor dem was morgen sein könnte, verfolgen ehrgeizige Ziele in der Zukunft, verurteilen die Vergangenheit oder träumen vom letzten Urlaub.

Selten sind wir wirklich im Hier und Jetzt anwesend. Das führt dazu, dass uns die entscheidenden Vorgänge selbst, die unser Wohlbefinden beeinträchtigen können entgehen: Die Gedanken, Gefühle, Emotionen und Körperempfindungen.

2. Nicht urteilen, bewusst sein und präsent
Achtsamkeit ist eine besondere Form von Konzentration und Bewusstheit - eine Schulung des Geistes. Bei der Übung von Achtsamkeit bedient man sich der Fähigkeit, bewusst, präsent und urteilsfrei das zu Beobachten, was gerade zu beobachten ist. 

Achtsamkeit übt man mit formalen Achtsamkeitsübungen (z.B. Meditation) und informellen Übungen (z.B. bewusstes, achtsames Zähneputzen oder Essen). Mit Achtsamkeit übt man, die Phänomene im Inneren des Körpers (Psyche und Physis) und die Erscheinungen im Äußeren (vor)urteilsfrei wahrzunehmen. Man hält inne, betrachtet Gedanken, Gefühle, Emotionen und Körperempfindungen und übt, sich von diesen nicht mitreißen zu lassen. Durch diese Übung entsteht ein Raum zwischen der komplexen Wechselwirkung von Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und Handlungen/Reaktionen, den wir nutzen können, um uns für Alternativen zu entscheiden oder diese auszuprobieren.

3. Grundhaltungen der Achtsamkeit
So einfach sich das bewusste, urteilsfreie und präsente Beobachten und Verweilen im Hier und Jetzt anhört, so herausfordernd kann es in der Praxis sein. Daher ist es empfehlenswert, die Achtsamkeitspraxis durch ein Training in einer Gruppe oder im Einzelcoaching zu entdecken und mit einem festen Übungsrahmen zu starten.

Unser Geist ist in der Regel seit langem auf Qualitäten trainiert, die uns die Übung von Achtsamkeit erschweren können. Wir sind gewohnt, permanent und unbewusst zu bewerten und mit Ehrgeiz unsere Ziele zu verfolgen, wenn wir im Alltag handeln. Wir sind darauf trainiert oder konditioniert, dass wir nur mit dem willentlicher Anstrengung etwas erreichen können. Bei der Übung von Achtsamkeit ist es daher von entscheidender Bedeutung, sich der Grundhaltungen eines achtsamen Geistes bewusst zu werden und diese Grundhaltungen der Achtsamkeit immer wieder zu vergegenwärtigen. Immer dann, wenn wir uns zum Beispiel bewusst für die Option Geduld entscheiden merken wir, dass da Ungeduld vorhanden war/ist.

Ein tibetisches Sprichwort sagt:
„Gehe, wenn du gehst.
Sehe, wenn du siehst.
Höre, wenn du hörst.
Spüre, was du bist.“


 

 

Veranstaltungshinweis:

 

Erlebnis-Workshop

am Donnerstag, 2.April 2020 von 18 bis 21 Uhr

im Bildungszentrum Konstanz, Münsterplatz 11


Spiritualität im Alltag  
Wie Sie durch Akzeptanz und Bewusstheit mehr Freude und Gelassenheit in Ihr Leben bringen  
 

Spiritualität und Alltag mag für viele ein Widerspruch sein. Spiritualität scheint mit den täglichen Anforderungen wenig zu tun zu haben. Doch gleichzeitig suchen immer mehr Menschen in einer von Hektik und Digitalisierung getriebenen Welt nach Orientierung, Wegweiser und Kraft, den vielen Anforderungen gerecht zu werden. Akzeptanz ist das Fundament der Spiritualität im Alltag. 

In diesem Erlebnis-Workshop beschäftigen wir uns mit Übungen und Techniken, die Sie mühelos in Ihren Alltag einfügen können, um auch schwierige Situationen gelassen zu meistern. Sie erfahren, wie Sie durch Akzeptanz und bewusstes Wahrnehmen Ihre äußeren Lebensumstände positiv verändern können. 

Ich freue mich auf unsere gemeinsame spirituelle Entdeckungsreise.  

Ihr Referent:

Wolfgang Winter     

Kommunikations-Coach

Zertifizierter Achtsamkeits-Trainer 





  


















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